Fanfiction

Burning Fire In My Heart

Burning Fire In My Heart

von Silvrien Pfarot

Lange starrt sie schon in das Feuer. So viele Tage, Wochen und Jahre sind vergangen. Soviel Zeit ging vorbei ohne dass die Wahrheit bekannt wurde. Mit einem Ruck hebt sie ihren Kopf, wirft das Haar nach hinten und schaut ihre Besucher mit festen Blick an.

Burning fire in my heart,

viele werden sich schon gefragt haben was diese Worte bedeuten. Heute an diesem Feuer könnt ihr der Geschichte lauschen, der Geschichte aus lang vergessenen Zeiten. Von den Zeiten wo Drachen und Menschen friedlich zusammen lebten. Damals als die Welt noch jung und die Magie wild, Ein Lächeln huscht über das Gesicht der Bardin als Zwischenrufe ertönen. " Drachen und Menschen friedlich zusammen?" brüllte ein Zwerg, " Ihnen wurden aber keine Jungfrauen geopfert? " erklang es leise aus einer anderen Ecke. Habt Geduld und lauscht der Worte, lasst euch entführen in die Zeit von der ich euch erzählen werde.

In jenen Tagen, die längst vorbei sind, existierte ein Dorf tief verborgen in den Bergen. Es war ein kleines Dorf und sicherlich hätte man es schon längst vergessen wenn da nicht.. .
Nun etwas war seltsam an dem Dorf. Die Bewohner kannten kein Leid keine Not und keine Krankheiten und selbst die Ernten waren immer reichlich.
Nun, der Grund dafür mag seltsam klingen, aber getreu dem uralten Bund, den das Dorf geschlossen hatte wurde das Dorf beschützt von der Magie der Drachen. Wie dieser Bund einst entstand, auf diese Frage gibt es keine Antwort. Solang sie denken konnten war es so gewesen. Viele versuchten dahinter zukommen, doch niemand gelang es. Der Bund der Drachen blieb im Verborgenen.
Ihr müsst wissen, Drachen können älter werden als ihr euch es vorstellen könnt.
Ihr Leben zählt man nicht mit den Lebensalter der Menschen, nein man zählt es nach den Jahrtausenden.
Mit dem Alter wächst die Macht der Drachen, doch schon lange war kein neuer Drache geboren worden. Die Bewohner des Dorfes hatten auch schon lange keinen Drachen mehr gesehen, aber ihre Macht war spürbar zu jeder Zeit. Doch die Zweifel wuchsen und schliesslich eines Tages erlagen die Dorfbewohner den Stimmen, welche immer davon sprachen, dass nie Drachen das Dorf beschützt hätten. Die Drachen spürten diese Entwicklung und wurden traurig. Sie versammelten sich alle und flogen zum Dorf.

Groß war der Schreck der Bewohner als die großen Schwingen der Drache die Sonne verdunkelten. Dumpf grollte die Stimme des ältesten Drachen über das Dorf.
"Lang haben wir euch beschützt und nun wendet ihr euch ab. So sei es! Wir werden diese Berge verlassen, wir werden dieses Land verlassen auf das niemand uns finden möge. Ab dem heutigen Tage steht dieses Dorf nicht mehr unter unserem Schutz."
Mit diesen Worten flogen sie davon und waren nie wieder gesehen.

Furcht schlich sich in die Herzen der Dorfbewohner, was hatten sie nur getan? Niemand hatte mehr an die Drachen geglaubt und nun hatte man sie gesehen, erinnerten sich an die Worte. Niemand konnte sich den Schrecken vorstellen, der auf sie zukam. Nachdem das Dorf solang von der Magie der Drachen beschützt wurde, wusste keiner mehr was Not und Elend bedeutete oder was Krankheiten sind.

Es sollte nicht lange dauern bis die Ernten schlechter wurden, die Winter härter und kälter und Krankheiten hielten Einzug ins Dorf. Nach ein paar Jahren war von dem Wohlstand nichts mehr übrig geblieben, selbst die Häuser begannen zu zerfallen.

Die Jahre zogen ins Land und nur noch die alten erinnerten sich an die Zeit wo die Magie der Drachen das Dorf beschützten. Sie wurden beschimpft als Lügner wenn sie von den alten Tagen erzählten und man hätte sie am liebsten ... Aber selbst in jenen Tagen gab es wenige, die jedes Wort aus den Geschichten verschlangen. Eine kleine Gruppe Kinder, welche sich die Unschuld in ihren Herzen bewahrte, lauschte jeden Tag ihren Erzählungen. Als sie älter wurden änderte sich ihr Verhalten nicht. Jeden Tag aufs neue hörten sie den Alten zu und doch veränderte sich etwas.Viele Dorfbewohner gingen mit gebeugten Rücken durch das Leben. Gefangen in dem Kreislauf zwischen Leben und Tod, zwischen Leid und Elend. Sie hatten die Hoffnung auf ein besseres Leben schon lange aufgegeben. Aber diese Gruppe Kinder, welche zum Manne und zur Frau gereift waren, bewahrte sich die Unschuld im Herzen. Ein Lächeln lag auf ihren Lippen, wenn sie den Geschichten wie jeden Abend lauschten. In ihren Augen war es zu erkennen, sie strahlten vor Hoffnung und Sehnsucht nach den alten Tagen. Sie begannen Fragen zu stellen, nach den Drachen und nach dem Schutz, den das Dorf einst genossen hat. Sie fragten, warum die Drachen das Dorf verlassen haben und ob nicht die Möglichkeit besteht, sie zurückzuholen. Aber wo waren sie hingeflogen, niemand konnte die Frage beantworten.

In all den Jahren, wo sie den Geschichten lauschten, regte sich in ihren Herzen ein Wunsch, eine Sehnsucht. Die Zeit der Drachen konnte einfach noch nicht vorbei sein. Es musste sie noch geben irgendwo dort drausen. Es musste möglich sein, sie zu finden. Die Dorfbewohner lachten nur über sie, aber das schien sie nur zu bestärken in ihrem Entschluss, die Drachen zu suchen. Sie wussten auch, dass niemand sie aufhalten würde, allein schon der Gedanke daran, dass weniger Mäuler durch den Winter zu bingen waren. Um es kurz zumachen, die Dorfbewohner drängten sie regelrecht zum Aufbruch. Nun, damit kamen sie den Wünschen der Gruppe entgegen und schliesslich eines Tages verließen sie das Dorf mit den ersten Strahlen der Morgensonne.

Über die Abenteuer, die sie auf ihren Reisen erlebten soll an einem anderen Feuer erzählt werden, lächelte die Bardin in die Runde zahlreich waren die Gefahren und Entbehrungen. Sie trafen viele Leute und ihnen schloss sich ein Paladin an. Ein stolzer Krieger mit reinem Herzen, welcher für das Recht der Schwachen eintrat. Er wurde ihr Fels in der Brandung wenn sie die Mutlosigkeit überkam.

Nun eines Tages hörten sie Geschichten über Berge, die man die Flammenberge nannte, weil in ihnen das Feuer der Erde brannte. Dort sollten auch große Schatten in der Luft gesehen worden sein. Große Schatten in der Luft, die Alten hatten davon erzählt wie die Schwingen der Drachen die Sonne verdunkelten. Unverzüglich begaben sie sich auf die Reise zu jener Bergkette. Als sie sich den Flammenbergen näöherten stockte ihnen der Atem. Von unten betrachtet reichten sie bis in den Himmel. Schroffe Kanten umgaben die Felsen, unterbrochen von zahlreichen Höhlen die in einem dunklen Rot schimmerten. Auf einmal erfüllte ein dumpfes Grollen die Berge und ein gewaltiger Flammenstrahl schoss aus einer Höhle hervor, so heiss das selbst am Fuße der Berge die Hitze zu spüren war. Als die Flammen erloschen glühte die Höhle noch lange in einem düsteren Rot. Zu Tode erschrocken standen sie am Fuß der Berge. Dort hinauf sollten sie wirklich steigen? Wo niemand sagen konnte, wann wieder ein Feuerstrahl aus den Höhlen fuhr? Aber hatten sie überhaupt eine Wahl? Die Entscheidung war schon gefallen bei ihrem Aufbruch aus dem Dorf. Und so nahmen sie noch einmal allen Mut zusammen und begannen, die Berge zu erklimmen. Mühselig krabbelten sie die steilen Hänge hinauf, sorgsam bedacht, den Höhleneingängen fern zu bleiben. Bei genauerer Betrachtung schien es so als ob, je höher sie kamen, die Hitze aus den Höhlen sich verringerte. Es schien auch, als ob an den Eingängen weiter oben kaum geschmolzenes Gestein zu sehen wäre. Das gab ihnen immer wieder neuen Mut und die Kraft weiter zu gehen. Doch um so höher sie kamen, um so mehr hatten sie mit anderen Problemen zukämpfen. Die Luft wurde dünner und stickiger. Jeder Schritt wurde zur Qual und einem nach dem anderen verließen die Kräfte. Als sie den Gipfel fast erreicht hatten war nur noch der Paladin in der Lage weiterzugehen. Sie beschlossen eine kleine Rast einzulegen und er begann den letzten Teil des langen Aufstieges allein.

Ihm fiel eine Öffnung in den Bergen auf, welche anders wirkte wie jene, denen sie auf ihren Weg ausgewichen waren. Seltsam war das um den Höhleneingang noch Sträucher wuchsen und doch war alles in ein düsteres Rot getaucht. Es hatte den Eindruck als würden die Flammen dort nur die Steine zum Glühen bringen aber die Sträucher verschonen. Doch wie konnte so etwas sein?. Es gab für den Paladin nur eine Erklärung, dies musste der richtige Weg sein. Bei seinen ersten Schritten in die Höhle begann sein Herz so laut zuschlagen, dass er sich besorgt umschaute ob der Schlag seines Herzens nicht die Berge zum Einsturz brachte. Aber die Berge blieben ruhig. Das einzige, was zuhören war, war das Tosen der Flammen, die immer wieder durch verschiedene Höhlen fauchten und das Knistern der Steine, wenn sie kälter wurden. Mit einem letzten Blick zurück auf seine Gefährten, welche nur noch schemenhaft zu erkennen waren, lenkte er seine Schritte in die Höhle. Was seine Augen dort erblickten war eine große Überraschung. Das Feuer der Erde trat überall nach oben wohin er seinen Blick auch lenkte. Erst nachdem sich seine Augen an das dunkle Rot was ihn überall umgab gewöhnten, erkannte er den Pfad der sich durch die Höhle wand. Mehr als einmal zuckte er zusammen wenn neben ihm das Feuer der Erde aufweckte und übelriechende Wolken ausspuckte. Aber unverdrossen setzte er Schritt um Schritt seinen Weg fort. Nach einer Weile, die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, bemerkte er einen großen bizarren Hügel der sich unweit erhob. Während er seine Schritte zu dem Hügel lenkte spürte er wie der Boden erzitterte und der Hügel sich begann zu bewegen.Was er für einen Pfad auf den Hügel gehalten hatte war der Schwanz des Drachens gewesen. Wie eine Steinsäule erstarrte der Paladin bei diesem Anblick.

Ein dumpfes Grollen erhob sich in der Höhle und von der Decke fielen Steine herab in das Feuer der Erde, welche mit wütenden Flammen zu antworten schien.
Was willst du hier! Suchend schaute er sich um. Was willst du hier!
Ruhig entgegnete er: Ich suche die Drachen. und begann zu erzählen. Von dem alten Bund und dem Schutz der Drachen, von jenen verhängnissvollen Tag als die Drachen verschwanden. Der alte Drache schwieg lange, nachdem der Paladin seine Geschichte beendet hatte. Schliesslich stellte er eine Frage: Warum haben wir es verlassen? Er überlegte lange. Der Neid und der Hass allein konnten nicht die Ursache gewesen sein. Es musste noch etwas anderes geben, was man aber nicht sehen kann. Deine Überlegungen sind richtig, dröhnte die Stimme des Drachen durch die Höhle Ihre Herzen waren nicht mehr rein.
So verurteilt ihr auch die Kinder welche mit Unschuld im Herzen geboren werden, antwortete der Paladin. Not und Elend ist ein täglicher Gast geworden und viele sterben bevor ihre Zeit gekommen ist.
Er erzählte lange und aufmerksam hörte der Drache zu. Schliesslich spürte man, wie sich der Drache spannte und meinte
Deine Worte sind weise gewählt. Doch wisse, dass die Menschen wankelmütig sind. Sie werden die gleichen Fehler wiederholen, immer und immer wieder .
Sollte man nicht immer zuerst an das Gute glauben? fragte er den Drachen.
Es gibt einen Weg, die Reinheit im Herzen zu bewahren. Einen Weg das Feuer im Herzen zu entfachen. Aber sei gewarnt. Jene die nicht reinen Herzen sind werden verbrennen.
Unerschütterlich blickte er den Drachen an: Sie werden sich jeder Prüfung stellen die es bedarf und sie werden nicht scheitern!
Und was ist mit dir? Du gehörst nicht zu dem Dorf und willst doch für sie sprechen?
Ihr habt Recht, ich wurde nicht in dem Dorf gebohren. Die Geschichten meiner Begleiter haben mein Herz berührt und ich fühle mich mit ihnen verbunden. Ich werde mit ihnen in ihr Dorf zurückkehren um zu helfen und zu bewahren.
Ruhig und ohne zu Zögern erklangen diese Worte aus seinem Mund.
So stelle dich als erster der Prüfung! grollte die Stimme des Drachen wie ein Donnerschlag durch die Höhle.
Gesteinsbrocken fielen herab in das Feuer der Erde welches aufloderte dadurch.
Der Paladin sprach nur wenige Worte darauf:
Ich bin bereit für jede Prüfung die erforderlich ist.
So soll es sein!
Die Flanken des Drachen spannten sich als er tief Luft holte und eine gewaltige Feuersäule umloderte den Paladin. Doch die Flammen fügten ihm keinen Schaden zu, sie umtanzten ihn. Nach einer Weile, die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, sammelten sich die Flammen vor seiner Brust und drangen tief in sein Herz ein, um dort zu verschwinden. Er fühlte eine tiefe Ruhe und Wärme in sich aufsteigen.
Der Drache senkte den Blick auf ihn und sprach
Du hast die Prüfung bestanden. Dein Herz ist rein. Wenn sich jeder der Prüfung stellt wird das Dorf den Schutz der Drachen wieder bekommen.
Nach diesen Worten eilte der Paladin zurück zu seinen Gefährten und ein jeder stellte sich der Prüfung des Drachen.

Die Rückreise in das Dorf dauerte nur wenige Tage, ob die Magie der Drachen im Spiel war..nun niemand wird es erfahren. Einer nach dem anderen im Dorf, von jenen die schon zum Manne und zur Frau gereift waren, stellte sich der Prüfung der Drachen, wenige verbrannten aber viele hatten sich die Reinheit im Herzen bewahrt. Und als für die Kinder die Zeit gekommen war, stellten sie sich auch der Prüfung. Seid jenen fernen Tagen brennt das Feuer im Herzen und der Drache wurde ihr Wappentier.

Lächelnd schaute die Bardin in die Runde So kam das Feuer in unsere Herzen und brennt hell bis zum heutigem Tage. Erinnert euch an die Geschichte wenn ihr sie euren Kindern erzählt. Bewahrt die alten Werte und haltet an ihnen fest. Helft den Schwachen und Armen, den Gebrechlichen und den Alten auf dass das Feuer in euch nie erlöschen wird.

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