Allgemeine Lyrik und Prosa

Stahl

Stahl

Brennende Häuser, Brennendes Land.
Seine Heimat, Sein Leben. Verbrannt.
In ihm brennt des Zornes Glut!
Vergiesst mit Freude Feindesblut.
Er kämpft für sich, für seinen Sieg.
Er kämpft den aussichtslosen Krieg.

Blutiger Stahl,
Zorn im Gesicht!
Er kennt nur die Qual!
Frieden nicht.

Vage Erinnerung an alte Zeiten.
Plagen ihn schon Ewigkeiten.
Ein Mann, im Frieden geboren.
Zum Schlächter auserkohren.
Er leidet mit seimem toten Stamm.
Eine Träne über seine Wange rann.

Hab keine Wahl,
Hab Leid im Gesicht.
Oh, du mein Stahl.
Verlass mich nicht.

Doch der Stahl liess ihn Allein.
Andrer Stahl fuhr in sein Gebein.
Da lag er nun, allein im Wald.
Leben verliess ihn, es wurde Kalt.
Doch als seinen letzten Lebensakt,
Schloss er mit Hel diesen Pakt.

Versteck meine Qual,
Versteck mein Gesicht.
Denn ich bin dein Stahl!
Ich bin dein Gericht!

Zeit verging, zerstörte das Land.
Hel fiel, durch Menschenhand.
Doch ein Kind hielt an ihr fest.
Zu vernichten diese Menschenpest.
Mit der Seele der alten Kultur,
Hel's Beistand, und altem Schwur.

Ich bin der Stahl!
Ich bin das Gericht!
Verbreite die Qual!
Frieden nicht.

Neuer Hass, neue Kriege entflammten,
die sein Anlitz erneut Verbrannten.
Er gab ihn auf, den Alten Krieg.
zumindest ihm sein Leben blieb.
Sein Körper, sein Gesicht wurd Stein.
Seine Seele, Geist, verfiel dem Wein.

Ewige Qual,
ewige Pflicht.
ewiges Ritual,
ewiges Zwielicht.

Geboren um zu sterben, nur das Blieb.
Nur noch wartend auf den Gnadenhieb.
Ewig geplagt, ewig getrieben.
wär er doch bloss Tot geblieben.
Es war nicht Leben, an dem er hing.
es war ein ihm unbekanntes Ding.

Keine Qual,
es lebt im Licht.
Kennt kein Stahl.
Krieg ists nicht.

Verflucht in alle Ewigkeiten.
sehnt er sich nach alten Zeiten.
Seine Seele, sein Herz, durchstochen.
Ein Kind, und schon gebrochen.
Sein junger Lebenswille schwand,
nahm den alten Stahl zur Hand.

Mein Stahl,
Tu deine Pflicht.
Nehm mir die Qual.
Führ mich ins Licht.

(c) Schelyra

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